Herbstupdate #
Nachdem im Modellbahnzimmer endlich wieder angenehme Temperaturen herrschten, haben wir uns Zeit genommen, einige liegen gebliebene Projekte anzugehen. Vieles waren nur Kleinigkeiten, die wir uns aber schon länger vorgenommen hatten.
Weichenprobleme #
Im unteren Betriebsbahnhof Burghausen gab es seit Wochen immer wieder Probleme mit zwei Weichen. Nach dem Umstellen durch den Servoantrieb erreichten sie nicht immer zuverlässig ihre Endlage. Dadurch entgleisten mehrfach Züge oder fuhren auf dem falschen Strang beziehungsweise gleichzeitig auf beiden Strängen. Dabei wurde leider eines der beiden Zs 6 „abrasiert“ – dafür müssen wir in den nächsten Tagen Ersatz bestellen.
Das Problem: Die Mechanik der K-Gleise steuert die Weichenzungen nicht direkt, sondern bewegt sie über eine Kunststoffkonstruktion und einen Federweg. Diese Konstruktion entwickelte jedoch nicht genug Kraft, um die Zungen zuverlässig in ihre Endlage zu bringen. Abhilfe schaffen spezielle Schaltschwellen, die ein Modellbahnkollege entwickelt hat. Damit bewegt der Servoantrieb die Zungen nun direkt.

Ganz ohne Risiko war der Umbau allerdings nicht: Wir wussten vorher nicht, ob er gelingen würde, und es bestand die Gefahr, dass die Weiche anschließend gar nicht mehr funktioniert. Dafür war Teamarbeit gefragt: Ich positionierte unter der Anlage den Servo neu, während Alfred von oben überprüfte, ob die Weiche korrekt schaltet und der Servo genügend Bewegungsspielraum hat.
Zum Glück hat alles funktioniert. Nach etwas Fluchen und Schimpfen konnten wir die Weiche wieder in Betrieb nehmen. Jetzt klappt jeder Schaltvorgang zuverlässig. In den nächsten Tagen wollen wir die zweite Problemweiche ebenso umbauen.
Booster-Schalter #
Wir mussten schon häufig einzelne Boosterkreise abschalten, ohne die ganze Anlage stromlos zu machen. Bisher ging das nur, indem man unter der Anlage direkt an den Boostern den jeweiligen Stromkreis absteckte – bequem war das nicht. Praktisch ist eine solche Möglichkeit etwa, wenn neue Fahrzeuge per mfx erkannt oder einzelne Loks umprogrammiert werden sollen, ohne dafür erst das Programmiergleis hervorzuholen. Deshalb haben wir unter der Zentrale Schalter eingebaut. Damit lassen sich die drei Booster und der Gleisausgang der Central Station 3 von der Anlage trennen. Den Gleisausgang möchten wir künftig für Signale und Weichen verwenden.
Programmiergleis-Buchse #
Auch das Anschließen des Programmiergleises war umständlich, denn dafür mussten wir jedes Mal hinter der Central Station herumfummeln. In einem Onlineshop fand ich eine praktische Buchse für die grünen Steckverbinder mit Schraublöchern. Wir haben sie in die Anlagenwand eingebaut und damit eine deutlich komfortablere Lösung geschaffen.

Sperrsignal-Anpassung #
Nachdem ich Alfred endlich davon überzeugen konnte, dass der Standort des Sperrsignals vom Bahnhof Geislingen aus Richtung Betriebswerk unrealistisch war, haben wir es versetzt. Das mechanische Sperrsignal dient dem Flankenschutz der Ein- und Ausfahrten des Personen- und Güterbahnhofs. In der Realität wäre es daher eher am Spurplanstellwerk des Personenbahnhofs zu finden als am rein mechanischen Rangierstellwerk des Betriebswerks.

Was aber tun mit dem mechanischen Sperrsignal? Wir haben damit das Wartezeichen an der Tankstelle ersetzt. Das sieht nicht nur besser aus, sondern passt auch gut, weil das Tankstellengleis häufig genutzt wird. An der bisherigen Position des Sperrsignals wird in den nächsten Tagen ein Lichtsperrsignal aufgestellt. Über den Decoder könnten wir außerdem das zweite Wartezeichen im Betriebswerk aufwerten: Es kann das Signalbild Sh 1 anzeigen, ist bislang aber nicht angeschlossen und wird deshalb nicht verwendet.
Neues Projekt: BR 614 von Fleischmann #
Alfred wollte schon länger das Modell der BR 614 von Fleischmann haben, weil die Fahreigenschaften der Liliput-Version trotz mehrfacher Anpassungen nicht überzeugten. Auf eBay konnte er ein gebrauchtes dreiteiliges Set aus Steuer-, Mittel- und Motorwagen erwerben. Das Modell ist bereits digitalisiert und mit einer Innenbeleuchtung ausgestattet. Allerdings sind noch Glühlampen verbaut, und der Decoder ist nicht mehr besonders modern. Außerdem war der Schleifer stark verbogen – wir mussten ihn zunächst instand setzen. Geplant ist nun ein umfassendes Upgrade mit einem neuen Decoder, LED-Beleuchtung und modernen Platinen im Mittel- und Steuerwagen. Besonders die gelöteten Kabelverbindungen zwischen den Wagen sind mir ein Dorn im Auge; wir wollen sie durch steckbare Kupplungen ersetzen.
